Die vergessenen Opfer des Massakers 1937, der italienische Faschist Graziani in Addis Ababa!


In Äthiopien erinnert man sich an das Attentat auf den italienischen Faschisten und Befehlshaber Rodolfo Graziani in Addis Abeba das sich zum 83. Mal in dieser Woche jährt, insbesondere an den 12 Yekatit 1929 im äthiopischen Kalender (19-21. Februar 1937 gregorianischer Kalender) in Addis Abeba sowie an die Repressalien und Massaker in Addis Abeba, das schätzungsweise mehr als 30.000 Bürger in drei Tagen getötet hat.

Der bekannte Äthiopienkenner, Autor und Historiker Ian Campbell schrieb über das Massaker von Addis Abeba von 1937 und präsentierte eine erschütternde und detaillierte Darstellung des Ausmaßes des Massakers, bei dem schätzungsweise 18 bis 20% der Bevölkerung von Addis Abeba starben, von denen die meisten Frauen und Kinder waren. Während Graziani nach dem Granatenangriff im Ras Desta Hospital im Koma lag, wurde eine Tötungstruppe organisiert, die sich aus Mitgliedern der italienischen Armee, der schwarzen Hemden und Zivilisten zusammensetzte. Die Streitkräfte wurden in der Stadt aufgelöst, da die Italiener befürchteten, die auf Graziani geworfenen Granaten seien ein Vorläufer des groß angelegten äthiopischen Aufstands.

Die Morde in Addis dauerten drei Tage, schrieb Campbell, bis Mussolini selbst den Befehl gab, aufzuhören. Graziani kam aus dem Koma und erholte sich monatelang im Krankenhaus. Repressalien gab es dann außerhalb der Stadtgrenzen, es wurde getötet, mobile Galgen wurden errichtet und über das Land transportiert, wobei die Italiener auf lokale Aristokratie und Gemeindevorsteher abzielten.

Graziani plante die ganze Bevölkerung auszulöschen. Auch das Debre Libanos-Kloster wegen seiner symbolischen Verbindung zur orthodoxen Kirche und zum äthiopischen Kulturerbe, er tötete 3.000 Mönche, Priester und Anwohner.

Ian Campbell hat zwanzig Jahre lang dokumentarische Beweise für das Ausmaß der Repressalien in den Monaten nach Februar 1937 gesammelt. Während das Massaker in Addis am Yekatit 12-Platz im Siddist Kilo in Erinnerung gerufen wurde, ist das Ausmaß der Zerstörung in den letzten Jahrzehnten weitgehend verborgen. Campbell hat filmische und fotografische Beweise für die Verbrennungen und Morde gesammelt, von denen die meisten von Black Shirts selbst als Andenken an ihre Zeit in Äthiopien genommen wurden. Die Fotos wurden ursprünglich von Sylvia Pankhurst für ihre antifaschistische Zeitung New Times und Ethiopia News gesammelt, zusätzlich zu anderen ausländischen Diplomaten und Äthiopiern, die Ende der 1930er Jahre in Addis lebten. Campbell hat auch kritische Dokumente in den Nationalarchiven in Rom entdeckt, aus denen hervorgeht, dass das Massaker absichtlich von hochrangigen italienischen Führungskräften geplant und orchestriert wurde und nicht, wie oft behauptet, eine zufällige Handlung einer Gruppe kriegerischer schwarzer Hemden.

Campbells sorgfältige Sammlung von Beweisen zeigt, inwieweit das Gesamtbild dieses Massakers weitgehend aus der Geschichte gestrichen wurde und wie seine Löschung zum Mythos der „gütigen“ Besetzung Äthiopiens durch Italien beigetragen hat. Warum wurde eine so grausame Reihe von Ereignissen rechtzeitig vergessen? Nicht nur von der internationalen Gemeinschaft, sondern zu einem großen Teil von Äthiopiern selbst? Campbell argumentierte, dass das Vergessen ein absichtliches politisches Instrument sei, sowohl durch die Absicht eines prominenten britischen Politikers, Italiens Bündnis am Ende des Zweiten Weltkriegs zu sichern, als auch durch Haile Selassie selbst. Die schnelle Vergebung des Kaisers für die italienischen Besatzer ist angesichts der weit verbreiteten Zerstörung, Gewalt und Unterdrückung, die sie in Äthiopien verübt haben, bemerkenswert, aber symptomatisch für Haile Selassies Wunsch, sein zurückerobertes Reich nur weiter zu industrialisieren. Territoriale Streitigkeiten mit den Briten, sowohl mit Eritrea als auch mit der somalischen Ogaden-Region, ließen dem Kaiser auch keine andere Wahl, als vor dem ausländischen Druck zu kapitulieren, keine Gerechtigkeit gegen die faschistischen Besatzer zu verfolgen.

Abgesehen von dem politischen Jonglieren nach dem Krieg ist die Tatsache, dass für die italienischen Besatzer Äthiopiens keine Kriegsverbrecherprozesse durchgeführt wurden, bemerkenswert, insbesondere angesichts der neuen Beweise, die Ian Campbell entdeckt hat.
Außerdem war der 2. Abessinische Krieg eine Revanche von Adwa, der Schlacht vor 40 Jahren. Am 3. Oktober 1935 überfiel der italienische Diktator Mussolini Abessinien. Der Völkerbund verbot daraufhin den Handel mit Kamelen und Eseln, aber nicht mit Öl und Stahl.

Binnen acht Wochen eroberten Italiens Truppen ein gutes Drittel Äthiopiens. Die Kämpfe wurden äußerst brutal geführt. Beide Seiten warfen einander bestialische Kriegsverbrechen vor. Eine große Rolle spielte Propaganda.

Mit Senfgas zogen die Duce-Truppen durch Äthiopien. Fest steht, dass italienische Truppen in großem Umfang Senfgas gegen ihre Gegner einsetzten, eine damals bereits geächtete Waffe. Mit der Begründung, der Gegner verstecke sich dort, wurden auch Dörfer und Kleinstädte mit dem Gift beschossen. Es gab Massenerschießungen, Morde an Geiseln und andere Kriegsverbrechen, so etwa gezielte Angriffe auf Lazarette des Roten Kreuzes. /der Welt/

Angesichts der anhaltenden Enthüllungen über das Ausmaß organisierter Morde und Brutalität im gesamten kolonialen Afrika müssen wir uns weiterhin fragen, warum bestimmte Gewaltakte ungestraft begangen werden dürfen und wie Gräueltaten aus der Vergangenheit am effektivsten in Erinnerung gerufen werden können.

Diese Vergessenheit wiederholt sich in Äthiopien immer wieder. Ethnische Auseinandersetzungen mit Sprache, Ethnien und Religionen dem Motto der italienischen Faschisten vor 83 Jahren in Äthiopien, nach diesem Bild wird Addis Ababa wieder offen bedroht. Und es gibt immer weniger Überlebende, die über die Gräueltaten des Faschismus und seine Brutalität berichten können.

Abugidawien

Veröffentlicht unter Bildung, Heritage, Human Right, Politic, Presse, Social | Kommentar hinterlassen

„MELKAM TIMKET“ – Der Tag vor Timket wird Ketera genannt


Der Tag vor Timket wird Ketera genannt. An diesem Tag werden die Tabots jeder Kirche in einem Festzug herausgetragen, zu einer Stelle in der Nähe eines Flusses oder Wassers gebracht, wo am nächsten Tag die Zeremonie stattfinden wird. Ein Tabot ist eine Nachbildung der Bundeslade und der Steinplatte mit den 10 Geboten, die Moses auf dem Berg Sinai erhalten hat und ihm wird große Bedeutung zugesprochen. Ein spezielles, mit dem Bild des jeweiligen Heiligen der Kirche versehenes Zelt, wird für jedes Tabot aufgebaut. Die Kirchenchöre beginnen ihren Gesang, begleitet von dem rituellen Tanzen der Priester, Trommeln, Glockengeläut und Trompeten.
Das äthiopische Timketfest (Taufe) ist eines der höchsten orthodoxen Feiertage und Volksfest Äthiopiens. Timket wird Mitte Januar gefeiert und ist das spektakulärste, größte und bunteste Festival der äthiopisch-orthodoxen Kirche. Gefeiert wird die Taufe Christi im Fluss Jordan, durch John den Baptisten. Die Feier dauert drei Tage und alle Zeremonien werden prunkvoll abgehalten.

Die Messe für die Gläubigen wird um zwei Uhr nachts abgehalten, während die Priester die ganze Nacht weiterbeten. Am nächsten Tag, gegen Morgengrauen, kommen Geistliche und Gläubige im Gebet zusammen um zum Wasser zu gehen und der Hauptzeremonie beizuwohnen. Nach dem Beten, taucht ein ranghoher Priester ein goldenes, zeremonielles Kreuz ins Wasser, heiligt es und löscht eine brennende Kerze im Wasser. Danach bespritz er die angesammelte Menschenmenge mit dem heiligen Wasser, in Erinnerung an die Taufe Christi.
Nach der Taufe starten alle Tabots, bis auf das Tabot der St. Michael‘s Kirche, ihren Weg zurück in die jeweilige Kirche. Die Kirchenältesten marschieren feierlich voran, begleitet von Gesang, Trommeln sowie Priestern und Gläubigen. Am dritten Tag wird das Fest des Erzengels Michael, des berühmtesten Heiligen Äthiopiens, gefeiert. Erst an diesem Morgen wird sein Tabot wieder in seine Kirche gebracht, wieder begleitet von Festlichkeit, Gesängen, Tänzen der Priester und Menschen in Festkleidung.
Zum Timketfest ist es Tradition, dass man sich möglichst neu einkleidet und diese neue Festtagskleidung dann nur an besonderen Feiertagen getragen wird. ” ለጥምቀት ያልሆነ ቀሚስ ይበጣጠስ “
Nun endet die Dreitagesfeier, eine einzigartige Zeremonie der äthiopisch-orthodoxen Kirche, bei der man das Gefühl hat, auf einem Volksfest zu sein. Die besten Orte dieses traditionelle, bunte und farbenprächtige Fest zu erleben sind Lalibela, Gondar oder Addis Ababa. Aber egal wo man es miterlebt, es wird ein einzigartiges und unvergessliches Ereignis sein.

Bei meinen Eltern  in Debre Markos  war das immer ein besonderer Tag, weil es meines Vaters Geburtstag ist. Er wäre heute 100 Jahre alt, wenn  er noch gelebt hätte. Desta Alemu

 

Veröffentlicht unter Heritage, Presse, Religion, Social | Kommentar hinterlassen

Weihnachten in Äthiopien und Österreich


Als gebürtiger Äthiopier in Wien feiern wir Weihnachten zweimal. Einmal Österreichisch am 24. Dezember und das zweite Mal auch am 7. Jänner das Weihnachtsfest Äthiopiens. Es ist auch das „Epiphanias“ Fest, das wir in Europa als „Erscheinung des Herrn“ oder volkstümlich „Heilige Drei Könige“ oder „Dreikönigstag“ nennen.

Das Geburtsjahr Christi ist im äthiopischen Kalender rund acht Jahre und neun Monate später angesetzt gegenüber dem gregorianischen Kalender.  Äthiopien zählt zu den ältesten christlich geprägten Staaten der Welt. Das Äthiopische Weihnachtsfest wird heuer am 28. Dezember 2012 nach äthiopischem Kalender gefeiert, das heißt am 7. Jänner 2020 nach gregorianischem Kalender. Der offizielle Name des Äthiopischen Weihnachtsfestes ist Genna. Daher wünscht man auch „Melkam Genna“(መልካም ገና). Diesen Tag feiern die Äthiopier mit einem Gottesdienst in allen Kirchen und einem Genna Spiel (Hockey Spiel).

Ein ganz besonderer äthiopischer Brauch ist das Hockeyspiel Genna. Es wird traditionell um die Zeit von Jesus Geburt zu Weihnachten gespielt, weswegen es auch den Namen des Weihnachtsfestes trägt. Die Legende erzählt, dass die Hirten während des Genna Spiels von der Geburt Jesus erfahren hatten. Dadurch ist es ein Volksspiel geworden, das nur zu Genna gespielt wird. Bei diesem Spiel ist die Anzahl der Männer, die in den jeweiligen Mannschaften spielen nicht begrenzt. Es wird mit einem Holzschläger in Form eines Golfschlägers und einem kleinen Ball gespielt. Frauen versammeln sich und singen metaphorische Lieder, während sie Jungen beim Spielen zusehen.

Die Spieler werden in zwei Gruppen geteilt, z.B. alte gegen junge oder verheiratete gegen nichtverheiratete Männer. In der Regel darf keiner von den Spielern beleidigt sein, wenn etwas passiert. Es gibt keinen Schiedsrichter. Daher gibt es den Spruch „በገና ጨዋታ አይጣሉም ጌታ“ „Beim Gennaspiel darf man nicht streiten“. Weihnachten – Das Festessen

Das Festessen wird traditionell im Kreise der Großfamilie eingenommen und besteht aus „Injera“, einem Sauerteig-Fladenbrot und Doro Wot (Hendel-Sauce). Auf dem traditionellen äthiopischen Tisch, dem geflochtenen „Mesob“, liegt ein großes Tablett. Darauf werden die Fladen und Soßen serviert. Alle sitzen im Kreis um den Tisch und essen mit den Händen. Wer Geld hat, kauft sich ein Schaf und schlachtet es zuhause. Andere kaufen Hühnchen und Rindfleisch für das traditionelle Essen und es gibt dazu eine Art Honigwein, Met oder Hausbier (Tela).

Weihnachten in Österreich oder in Äthiopien sind Familienfeiertage. Weihnachten ist von je her ein traditionell geprägtes Fest, das auch das Fest der Liebe genannt wird. Die Zeit der Besinnlichkeit soll zum nachdenken anregen und uns an den Ursprung unseres Glaubens erinnern. Traditionell findet die Bescherung in Österreich am Heiligen Abend, dem 24. Dezember, statt. Die Weihnachtsgeschenke werden vom Christkind gebracht. In Äthiopien sind Geschenke nicht üblich, aber das unterscheidet sich je nach Familie.

Als ich noch jung war, habe ich immer zu „Genna“ einen Anzug und Schuhe als Geschenk bekommen. Der Anzug durfte aber nur einen Tag getragen werden und wurde dann für „Timket“ „ለጥምቀት ያልሆነ ቀሚስ ይበጣጠስ“ (Fest der Taufe Jesu) aufbewahrt.  Das Timket Fest findet am 19. oder 20. Januar statt. Über die Weihnachtszeit trifft man sich mit den Nachbarn und weil Schulferien sind, besucht man auch seine Verwandten. Ein Weihnachten ohne traditionelle Sitten und Weihnachtsbräuche ist kein „richtiges“ Weihnachtsfest. Bereits in unserer Kindheit werden uns durch die Erziehung unserer Eltern die traditionellen Dinge rund um das Weihnachtsfest vermittelt.

Äthiopische Weihnachten oder Genna haben eine große Bedeutung in der christlichen Gemeinschaft, denn es ist der Tag, an dem sie ihren Retter, Herrn Jesus Christus, empfangen haben. Die äthiopisch-orthodoxe Tewahedo-Kirche bezeichnet diesen Tag als eines der heiligsten Feste nach Ostern. Vor dem Fest gibt es 43 Tage Fasten und Gebet.

Am Vorabend von Genna, dem 6., wird eine Mitternachtsmesse in Kirchen im ganzen Land abgehalten. Die Menschen danken ihrem Retter Jesus Christus und freuen sich vor allem und feiern seine Geburt.

Die Atmosphäre in den Kirchen und das Gefühl von Menschen, die traditionelle Kerzen (aus Wachs) in der Hand halten, kombiniert mit den Klängen von Hymnen und äthiopisch-orthodoxem Mezmur, sind so harmonisch und herrlich. Eine dreistündige Predigt, die aus Gebet, Rezitieren und Singen besteht, endet, bevor das Fasten gebrochen wird. Die üppigste und spektakulärste Versammlung aller Weihnachtsfeiern in der Kirche von Lalibela ist bekannt.

Während die Menschen weiterhin mit ihren Lieben feiern, kommen die Gratulanten zu jeder Tageszeit vorbei. Genna ist ein Tag des Teilens von guten Wünschen, Liedern, gutem Essen, Getränken und Unterhaltung.

In Österreich gibt es nicht nur zu Weihnachten viele Bräuche und Traditionen, die immer noch gelebt werden. Natürlich haben Weihnachtsbräuche einen besonderen Status. Jede Region hat ihre eigenen Winterbräuche, die immer wieder Zuschauer und Besucher anlocken und begeistern. Auch wenn die Winterbräuche meist das Ziel haben den Winter zu vertreiben, wünschen sich viele, besonders Skifahrer, dass der Winter und Schnee doch noch eine Zeitlang ausharren.

So feiert man Weihnachten in Österreich –

Zum Beispiel „Roateln“ im Lavanttal/Görtschitztal in Kärnten. Der Weihnachtsbrauch „Roateln“, wie er im Lavanttal und im Görtschitztal zu finden ist, ist doch eher ungewöhnlich. Alles, was mit einer Schneide ausgestattet ist, wird vor Weihnachten geschärft. Am Heiligen Abend wird dann alles unter den weiß gedeckten Tisch gelegt, auf dem ein Reindling steht. Daneben befinden sich eine Schale mit Weihwasser und Kerzen. Eiserne Ketten werden um die Tischbeine gewickelt. Der Tisch bleibt genauso bis zum Neujahrstag stehen.

Mit dem uralten Abwehr- und Bindezauber sollen bei dem Bauern Glück und eine gute Ernte erreicht werden.

Im Rosental treibt die „Pehtra Baba“ in den Rauhnächten ihr Unwesen. Besonders in der Nacht vom 5. auf den 6. Januar, also vor dem Dreikönigstag, zieht sie von Haus zu Haus. Sie erscheint als altes zerlumptes Weib, mit verhülltem Gesicht und Strohhut. Sie fordert Würstchen und wenn sie sie bekommt, bleibt der Legende nach, das Haus in dem Jahr vor Unheil verschont.

Für die Kinder hat sie Nüsse, Dörrzwetschgen und andere Süßigkeiten dabei, die sie aus ihrer Schürze oder einem alten Korb auf den Boden schüttet.

Schifferlsetzen in Niederösterreich

Der Hl. Nikolaus bringt nicht nur Geschenke, er ist ebenso der Patron der Schiffleute. Kinder setzen zu seinen Ehren selbstgebastelte und geweihte Schiffe mit einer Kerze in Spitz an der Donau ein. Der Brauch soll Glück und Segen bringen.

Gaminger Rauhnachtslauf

Zottelige Gestalten in Schaf- und Ziegenfell mit grimmigen Masken treiben beim Gaminger Rauhnachtslauf den Winter aus.

Obwohl der „Percht“ das Strafende und Böse verkörpert, bringen seine Rutenschläge Glück und Fruchtbarkeit.

Räuchern

Die mythische Zeit der Rauhnächte begann dem Volksglauben nach am 25. Dezember. Rauhnacht leitet sich vom Räuchern ab. Bis zum 6. Januar wurden Stall und Stube von unheimlichen Geistern heimgesucht. Durch das Ausräuchern sollten sie gebändigt werden. Dafür wurden am Heiligen Abend, zu Silvester und am Dreikönigstag Haus und Hof geräuchert, wobei es Unglück oder gar den Tod bedeutete, wenn beim Räuchern ein Familienmitglied fehlte. Der Brauch des Räucherns wird heute noch in Tirol gelebt.

Viele dieser alten Traditionen und Bräuche in den Alpen leben heute noch und sind auch trotz Industriealisierung nicht wegzudenken. Obwohl in den Städten und Großstädten ihre Bedeutung zunehmend abnimmt.

Desta Alemu (Ph.d)

 

 

Veröffentlicht unter Presse | Kommentar hinterlassen

LEMAWORK KETEMA NOMINATED AS THE MAN OF THE YEAR 2019!


Lemawork World Tour 2015 von Abugidawien

Der Vorstand der Österreichischen Äthiopischen Gesellschaft und des Äthiopischen Kulturzentrums ernennt Lemawork Ketema zum Mann des Jahres 2019. Wir glauben, dass Lemawork seit seiner Ankunft in Österreich Geschichte geschrieben hat.
Lemawork Ketema stürmte auf den neuen österreichischen Rekord beim Vienna City Marathon 2019 von 2:10:44. Der 33-Jährige verbesserte den zehnjährigen Rekord von Günther Weidlinger unter nahezu idealen Bedingungen um drei Sekunden. Dieses Ergebnis qualifiziert ihn für die Weltmeisterschaft in Doha sowie die olympische Teilnahme in Tokio 2020.

Laut Berichten des Wings for Life World Run 2014 wurde ein neues Rennformat geboren. Auf sechs Kontinenten und an 34 Standorten liefen gleichzeitig Läufer aller Leistungsklassen – Funrunner und Fanatiker, ob jung oder alt – aus 164 Nationen. Vor dem allerletzten Läufer wurde Lemawork Ketema (Äthiopien / Österreich) nach 78 km vom Catcher-Auto überholt. Er wiederholt sich auch 2015 mit einem Rekord von 79 km weltweit auf dem ersten Platz. Er hat 2017 erneut den österreichischen Rekord von 87 km auf den ersten Platz und dem dritten Platz weltweit.

Lemawork Ketema, Weltmeister des Wings for Life-Weltlaufs 2014 und 2015, hat den Weltreisepreis gewonnen, aber weil er keinen gültigen Reisepass hat und Asylant ist, ergibt sich die Frage „Wer wird das Winners ‚Adventure Ticket nehmen? D. h. die Welttournee, wo die Gewinner sein werden. Das erste Ticket hatte er verschenkt. Der Erstplatzierte des Wings for Life World Run erhält eine einmonatige Reise um die Welt in prominente Städte wie Salzburg, Istanbul, Kapstadt, Hongkong, Sydney, Fidschi, Rio de Janeiro und Los Angeles. Er erhielt ein Reisedokument und ist damit gereist. Das Bild zeigt Lemawork auf den Hawaii -Inseln.

Gemeinsam mit prominenten Unterstützern aus Sport, Kultur und Wirtschaft will Lemawork auch beim Wings for Life World Run 2020 dabei sein.
Das Komitee wählt Lemawork nicht nur zum Mann des Jahres, sondern auch für seine humanitären Aktivitäten für The Wings for Life World Run weltweit. Der Wings for Life World Run dient der Forschung zur Heilung von Rückenmarksverletzungen.

Andreas Andiel und Desta Alemu aus Wien

Photo©ABUGIDAWIEN

Veröffentlicht unter Presse | Kommentar hinterlassen

Abugidawien wish you a Merry Xmas and a Happy New Year 2020!


Abugidawien wish you Marry Xmas 2020

Veröffentlicht unter Presse | Kommentar hinterlassen

„Vorhang auf!“ für Ihre Gesunde Idee


Diese Diashow benötigt JavaScript.

Am Freitag 8. November wurden im Rahmen des Programmes „Gesunde Bezirke“ über 120 umgesetzte gesunde Initiativen ,,Vorhang auf für lhre gesunde ldee!“ im
Wiener Rathaus, Wappensaal, ausgezeichnet. Als Dankeschön für das Engagement wurde in diesem feierlichen Rahmen eine Urkunde überreicht. Mehr dazu unter:

 

Veröffentlicht unter Presse | Kommentar hinterlassen

Friedensnobelpreis für Dr. Abiy Ahemed Äthiopiens Premier


Der Friedensnobelpreis 2019 geht an den äthiopischen Premierminister Abiy Ahmed. Das teilte das Nobelkomitee am Freitag in Oslo mit. Abiy gelang es, nach Jahren des Konflikts Frieden mit Äthiopiens bitterem Rivalen Eritrea zu schließen.

Der 43-Jährige wird für seinen Einsatz für Frieden und internationale Zusammenarbeit und vor allem für seine Initiative zur Lösung des Grenzkonflikts mit dem Nachbarland Eritrea ausgezeichnet. Ahmeds Politik und sein Engagement hätten die „Versöhnung“ vorangetrieben. Äthiopien und Eritrea führten zwischen 1998 und 2000 Krieg, gefolgt von einem Kalten Krieg. Erst 18 Jahre später, im Juli 2018, nahmen die beiden Staaten wieder diplomatische Beziehungen auf. Äthiopien wurde jahrelang autokratisch regiert.

Auch abseits des Friedensabkommens habe er viele Schritte gemacht, um zahlreichen Äthiopiern und Äthiopierinnen ein besseres Leben zu ermöglichen. „Er hat in seinen ersten hundert Tagen im Amt den Notstand aufgehoben, Tausende politische Gefangene begnadigt, die Medienzensur ausgesetzt, zuvor verbotene oppositionelle Gruppen legal gemacht, der Korruption verdächtige Militärs und Politiker entlassen und den Einfluss von Frauen in Äthiopiens politischem und öffentlichem Leben signifikant gestärkt.“ Er habe zudem versprochen, die Demokratie durch freie Wahlen zu stärken. read more

Veröffentlicht unter Presse | Kommentar hinterlassen

ÄTHIOPISCHER KALENDER – NEUES JAHR HEUER AM 12. SEPTEMBER


Nach dem äthiopischen Kalender beginnt das neue Jahr heuer am 12. September, weil es ein Schaltjahr ist. Der äthiopische Kalender ist ähnlich wie der Koptische oder Pharaonische Kalender. Der Unterschied vom Julianischen oder Gregorianischen Kalender ist der, er hat dreizehn Monate.

Äthiopien feiert heuer das Jahr 2012. Der Kalender ist sieben Jahre und acht Monate hinter dem Gregorianischen Kalender zurück. Im Äthiopischen Kalender beginnt am 12. September 2019 das Jahr 2012.

Der Äthiopische Kalender zählt zwölf Monate mit je dreißig Tagen und einem dreizehnten Monat mit fünf Tagen (sechs Tage in Schaltjahren). Das Äthiopische neue Jahr (INKUTATASCH) wird heuer am 12. September gefeiert.

Im September, nach äthiopischer Zeitrechnung der Jahresbeginn, geht die große Regenzeit ihrem Ende entgegen, die Frühlingssonne strahlt vom wolkenlosen Himmel, die Erde erwärmt sich, und die Wiesen stehen im saftigen Grün. Alle nehmen gepflückte gelbe Blumen und wünschen „INKUTATASCH“ – Zum Neuen Jahr alles Gute.

Heute liegen z.B. eine Stunde Zeitunterschied zwischen Österreich und Äthiopien, aber wenn man im Flugzeug hoch über den Wolkenfeldern seinem Ziel entgegen strebt, dreht sich die Erde unten weiter. Aber sieben Jahre Differenz versetzen uns doch in Erstaunen. Des Rätsels Lösung ist recht einfach. Es handelt sich nicht etwa um einen Verjüngungsflug als Touristenattraktion, sondern schlicht darum, dass der Äthiopische Kalender in der Zeitrechnung von dem heute fast in der ganzen Welt gültigen Gregorianischen Kalender, abweicht.

Desta Alemu aus Wien

Veröffentlicht unter Presse | Kommentar hinterlassen

Abugidawien (Äthiopisches Kulturzentrum) trauert um Herrn George Ebeyan


Die Nachricht vom Tode von Herrn George Ebeyan (1939-2019) erreichte alle Freunde und alle ihm nahestehenden Personen überraschend. Der gebürtige Äthiopier mit armenischen Wurzeln lebte und arbeitete mehr als 40 Jahre in Österreich. Die Trauerfeier findet am Donnertag, dem 5. September 2019, um 14:00 Uhr in der Aufbahrungshalle Pama statt. Nach einer feierlichen Einsegnung geleiten wir George zu seiner letzten Ruhestätte auf dem Ortsfriedhof.
Wir vergessen dich nicht alle deine Freunde aus Äthiopien und Österreich.
Read more

Veröffentlicht unter Presse | Kommentar hinterlassen

Das waren Afrika Tage 2019


Diese Diashow benötigt JavaScript.

Die letzten Afrika Tage sind zu Ende. Es war eine grosse Menschenmenge, die wieder zusammenkam, Begegnungen aus verschiedenen Kontinenten und großen Kulturkreisen.
Besonders neu bei den Afrika Tagen 2019 war der Weltbasar.
Der Weltbasar reichte von Produkten, die direkt in Afrika gefertigt werden bis zu Produkten, die durch Qualität, Fertigung und Organisation den Gedanken der Nachhaltigkeit und des fairen Handels unterstützen. Neben dem Weltbasar gab es wieder viel Musik, Essen und Trinken aus Afrika und ein gelungenes Kinderprogramm. Alle freuen sich schon auf naechstes Jahr, wenn es wieder heisst, Afrika Tage in Wien.
Desta Alemu aus Wien.

Kurzmitteilung | Veröffentlicht am von | Kommentar hinterlassen