Three young Austrian doctors died during plane crash in Ethiopia


Beim Absturz einer Passagiermaschine in Äthiopien sind nach Angaben der betroffenen Fluggesellschaft Ethiopian Airlines alle 157 Insassen – 149 Passagiere und acht Besatzungsmitglieder – ums Leben gekommen. An Bord hatten sich auch drei an Linzer Kliniken tätige Ärzte im Alter zwischen 30 und 40 Jahren aus Oberösterreich befunden. Die Mediziner hätten aus beruflichen Gründen über Nairobi nach Sansibar reisen wollen.

Die Nachrichten vom Flugzeugabsturz in Äthiopien ist bestürzend – schreibt der Bundespräsident der Republik Österreich Alexander Van der Bellen. „Die Familien wurden bereits verständigt“, sagte Biniam Addisu, der Country Manager von Ethiopian Airlines Austria.

Das Unglück ereignete sich am Vortag einer großen Jahresversammlung des UN-Umweltprogramms in Nairobi. Möglicherweise waren Teilnehmer des Treffens an Bord. Nach Angaben der Ethiopian Airlines hatten sich zahlreiche Europäer an Bord befunden.

Die Flugzeuginsassen haben 33 verschiedene Nationalitäten gehabt. Unter den Toten seien 32 Kenianer und 17 Äthiopier gewesen. Laut Behördenangaben verloren außerdem 18 Kanadier, jeweils acht Italiener, Amerikaner und Chinesen, sowie je sieben Franzosen und Briten, sechs Ägypter, fünf Niederländer und vier Slowaken und Inder bei dem Absturz ihr Leben.

Unsere Mitgefühl und unsere Anteilnahme ist bei den Angehörigen der Opfer. Abugidawien

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Happy International Women´s Day!


Desta Alemu 8 March wish

We wish you Happy International Women´s Day!

March 8.

Alles Gute zum Weltfrauntag!

поздравляем вас с Международным женским днем!

እንኳን ለዓለም አቀፍ የሴቶች ቀን አደረሳችሁ

Abugidawienቪን

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123. JAHRESTAG DES SIEGES VON ADWA


ETHIOPIA IS CELEBRATING THE 123rd ANNIVERSARY OF THE ADWA VICTORY, እንኳን ለ123 ኛው የአድዋ ድል ቀን መታሰቢያ ክብረ በዓል አደረሳችሁ!

Äthiopien feiert am 2. März 2019 den 123. Jahrestag des Sieges von Adwa. Die Schlacht von Adua (amharisch አድዋ, Adwa) wurde von der äthiopischen Armee unter Kaiser (Negus Negest) Menelik II. gegen Invasionstruppen des Königreichs Italien unter General Baratieri am 1. März 1896 bei der Stadt Adua im Norden Äthiopiens geschlagen. Sie war die wichtigste Schlacht des Italienisch-Äthiopischen Kriegs und sicherte die äthiopische Souveränität. https://de.wikipedia.org/wiki/Italienisch-Äthiopischer_Krieg_(1895–1896)#/media/File:Menelik_-_Adoua.jpg

የጥቁር ሕዝብ ኩራት !

ምኒሊክ ተወልዶ ባያነሳ ጋሻ፣ ግብሩ እንቁላል ነበር ይህን ጊዜ አበሻ !

Bereits 1887 hatten italienische Truppen in der Schlacht bei Dogali eine empfindliche Niederlage gegen abessinische Truppen erlitten. Den 1889 geschlossenen abessinisch-italienischen Friedensschluss von Uccialli interpretierte Italien als Protektoratsvertrag. Es kam zu einem erneuten Krieg, in dem die Italiener 1895 bei der Schlacht um den Amba Alagi zunächst eine weitere Niederlage erlitten.

Am 21. Februar 1896 war der Kommandeur der italienischen Truppen, Baratieri, von der italienischen Regierung abgelöst worden. Sein Nachfolger, General Antonio Baldissera, schiffte sich am 23. Februar in Brindisi nach Massaua ein. In der Zwischenzeit entschloss sich Baratieri dazu, sich mit seinen Truppen dem abessinischen Lager bei Adua zu nähern, um dort günstig liegendes Gelände zu besetzen.

Am 29. Februar um 21:00 Uhr begannen die Italiener an vier Stellen mit diesem begrenzten Vormarsch, jedoch verliefen sich einige ihrer Verbände in der Nacht. Als sie am nächsten Morgen von den Äthiopiern entdeckt wurden, hatte die italienische Führung kein vollständiges Bild der Lage mehr, während isolierte italienische Verbände vom Gegner nach und nach geschlagen wurden. Einer der Gründe für den Erfolg der Äthiopier war, dass noch 1889 Italien selbst an Menelik Tausende moderne Gewehre für den Kampf gegen die aus dem Sudan eindringenden Mahdisten und britisch-ägyptische Ansprüche geliefert hatte. Auch die durch Alfred Ilg forcierte eigene Waffenproduktion Äthiopiens spielte eine Rolle.

Dreitausend italienische Gefangene wurden erst nach Anerkennung der vollständigen Unabhängigkeit Äthiopiens freigelassen. Die Provinz Eritrea wurde offiziell italienischer Besitz. Die italienischen Expansionsbestrebungen waren damit für die nächsten 40 Jahre unterbunden. Äthiopien blieb (neben Liberia, das allerdings von 1817 bis 1847 US-Kolonie gewesen war, und Marokko, das 1912 französisches Protektorat wurde) der einzige afrikanische Staat, der nicht unter Kolonialherrschaft stand. Adua wurde somit zu einer Niederlage stellvertretend auch für andere Kolonialmächte in Afrika. Andererseits hatte sich Äthiopiens Kaiser Menelik II. für seinen Widerstand gegen Italien erst der Rückendeckung der mit Italien rivalisierenden Großmächte Frankreich und Russland versichern müssen.

In Europa fand – auf dem Höhepunkt des „Zeitalters des Imperialismus“ – der Sieg der Truppen eines afrikanischen Landes über das Heer einer europäischen Kolonialmacht ein großes Echo. Die Niederlage führte zu einer schweren Regierungskrise in Italien und dem Sturz von Ministerpräsident Francesco Crispi.

Der Diktator Mussolini nutzte den Wunsch vieler Italiener nach „Rache für Adua“ als Propagandainstrument zur moralischen Mobilisierung der Bevölkerung vor und während seines Überfalles auf das Kaiserreich Abessinien (Italienisch-Äthiopischer Krieg (1935–1936)). Nach der Niederlage war Äthiopien bis zur Befreiung 1941 Teil der italienischen Kolonie Italienisch-Ostafrika.

Der Siegestag der Schlacht von Adua ist bis heute ein äthiopischer Feiertag. Daher haben Äthiopier und viele Afrikaner den Sieg bis heute nicht vergessen.

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On International Women Day Ethiopian Airlines to Operate All-Women Functioned Flight to Oslo


Ethiopian Airlines, Africa’s Largest Airline Group and SKYTRAX Certified Four Star Global Airline, has announced to its customers that it has finalized all preparations to once again celebrate International Women’s Day by operating an All-Women Functioned Flight this time on Addis Ababa – Stockholm – Oslo route on March 08, 2019.

The all-women flight will have as a theme of “All women functioned flight to operate from the continent of African to meet with their counterparts in Europe to show the power of women to the world.”The historical flight will be operated by Ethiopian Airlines women professionals from flight deck all the way to the ground including airport operations, flight dispatch, load control, ramp operation, on-board logistics, safety and security, catering as well as air traffic control, which will be carried out entirely by women.

Group Chief Executive Officer of Ethiopian Airlines, Mr. Tewolde GebreMariam, remarked, “We are immensely honored that we have women trailblazers in every aspect of our aviation field. Women are an integral part of our success story from the start and with this dedicated flight we honor and celebrate their indispensable contribution to our aviation Group and the broader aviation industry, our country and the continent at large. Although women are Africa’s greatest resource, gender inequality still persists in our continent. Therefore, we all need to ensure that women take their right position in all human endeavor by creating the right conditions and through all inclusive engagements models.”

Ethiopian operates five weekly flights to Oslo, Norway via Stockholm with ultra – modern Boeing 787 Dreamliner. It is to be recalled that Ethiopian Airlines has operated four flights to Bankok, Kigali, Lagos, and Buenos Aires, which were operated by women aviation professionals.

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Ethiopia gets its injera back


The Ethiopian government is celebrating a major victory in a long-running dispute over who owns the patent for products made from teff – an ancient grain that forms the basis of Ethiopia’s staple food, injera. In 2003, a Dutch company registered a European patent for teff-related products, claiming that these were “invented” by a certain Jans Roosjen, a senior company official. In recent years, Ethiopia has complained that this is totally inaccurate — Ethiopians have been using teff for millennia, after all — and that the patent prevents Ethiopian companies from exploiting a growing global market for teff. Teff is gluten-free and rich in nutrients, and has been touted as the next major health food fad, following in the footsteps of quinoa and kale.

This November, a Dutch court ruled that the patent contained no ‘inventiveness’, and was therefore null and void. The news was announced by Fitsum Arega, until recently the chief of staff of Prime Minister Abiy Ahmed, on Twitter on Wednesday. “I just learned that The Court of The Hague ruled against the #Teff patent holder.  This is great news,” he said. “I hope we can learn from this that our national assets must be protected by Ethiopians and friends of Ethiopia.”

The embassy of the Netherlands in Ethiopia confirmed the news. “This embassy confirms the November ruling. The reason for the late announcement is the time for appeal was still running. As no appeal was made, the verdict is now final: the claim to processing teff by patent holder is null and void in the Netherlands,” it said. Similar patents were filed by the same company in the United States and Japan. It is unclear what impact this verdict will have on those patents. This would not be the first time that a western company has tried to patent or copyright an existing African product. One example: several French and American companies have tried to trademark ‘rooibos’, the herbal tea that has been grown in South Africa for generations. To prevent this from happening again, South Africa’s department of trade and industry successfully obtained ‘geographic indicator status’ for the product, meaning that only manufacturers in South Africa may use the name.

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DIE GESCHICHTE DER BEZIEHUNGEN ZWISCHEN ÄTHIOPIEN UND PORTUGAL IM 15. UND 16. JAHRHUNDERT


UMA VIAGEM ATRAVÉS DA HISTORIA DAS RELAÇÓES ENTRE A ETIÓPIA E PORTUGAL NOS SÉCULOS XVI E XVI

1488-1559 unter den Herrschern Lebna Dengel und Glawdeos (1540-1559) flammen die Kämpfe mit den Moslems von Adal wieder auf. Auf Seiten von Adal kämpfen Türken, auf Seiten  Äthiopiens Portugiesen.

1527-1543 unter Feldherr Ahmed ibn Ibrahim el Ghasi, genannt Gran, ist fast ganz Äthiopien erobert worden. Das Land wird verwüstet – insbesondere Zeugnisse des Christentums werden vernichtet.

1533 überbringt er in Rom ein Schreiben des Negus an Papst Clemens VII.

1543 verteidigen 400 portugiesische Hilfstruppen unter Cristóvão da Gama den Negus von Äthiopien gegen den muslimischen Somaliaherrscher Ahmed Graññ’s, eine Bekehrung des äthiopisch-orthodoxen Landes zum katholischen Glauben scheitert aber.

Papst Gregor XV. ernennt den Portugiesen Alfonso Mendez SJ zum äthiopischen Patriarchen.

Am 23. 2. 1543 kommt es zur Entscheidungsschlacht am Tanasee, wobei Achmet Gran fällt, und die Äthiopier siegen – die Portugiesen brauchten überhaupt nicht einzugreifen.

Die Portugiesen, die bei dem Sieg über Ahmed Granj eine entscheidende Rolle gespielt hatten, versuchten nun, die Bevölkerung zum Katholizismus zu bekehren. 

Kaiser Susneyos (1607-1632) wurde zum Katholizismus bekehrt, worauf der Katholizismus kurzfristig zur Staatsreligion erhoben wurde. Es folgten zehn Jahre der ungehinderten Latinisierung, was auf die Dauer nur negative Folgen haben konnte.

Kaiser Fasilidas, Sohn des Kaisers Susneyos,  vertrieb die Jesuiten und kehrte zur Orthodoxie zurück. Mit der Abschiebung der Jesuiten war Äthiopien gegenüber den westlichen Ländern isoliert.

Dr. Desta Alemu  

 

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MELKAM TIMKET = HAPPY ETHIOPIAN EPIPHANY!


Desta Alemu melkam-timket-ethiopian-epiphanyÄthiopisches Timketfest (Amharisch: Taufe) ist eines der höchsten orthodoxen Feiertage und Volksfest Äthiopiens. Timket wird Mitte Januar gefeiert und ist das spektakulärste, größte und bunteste Festival der äthiopisch-orthodoxen Kirche. Gefeiert wird die Taufe Christi im Fluss Jordan, durch John den Baptisten. Die Feier dauert drei Tage und alle Zeremonien werden prunkvoll abgehalten.
Der Tag vor Timket wird Ketera genannt. An diesem Tag werden die Tabots jeder Kirche in einem Festzug herausgetragen, zu einer Stelle in der Nähe eines Flusses oder Wassers gebracht, wo am nächsten Tag die Zeremonie stattfinden wird. Ein Tabot ist eine Nachbildung der Bundeslade und der Steinpatte mit den 10 Geboten, die Moses auf dem Berg Sinai erhalten hat und ihm wird große Bedeutung zugesprochen. Ein spezielles, mit dem Bild des jeweiligen Heiligen der Kirche versehenes Zelt, wird für jedes Tabot aufgebaut. Die Kirchenchöre beginn ihren Gesang, begleitet von dem rituellen Tanzen der Priester, Trommeln, Glockengeläut und Trompeten.
Das Tabot wird, in Brokat und Samt gehüllt, die gesamte Zeremonie auf dem Kopf eines Priesters getragen. Bunte, zeremonielle Regenschirme spenden ihm Schatten. Zeremonielle Kreuze verschiedener Größe und Ausführungen, sowie typisch äthiopische Kunstgegenstände können bei dieser Gelegenheit gesehen werden.
Die Messe für die Gläubigen wird um zwei Uhr nachts abgehalten, während die Priester die ganze Nacht weiterbeten. Am nächsten Tag, gegen Morgengrauen, kommen Geistliche und Gläubige im Gebet zusammen um zum Wasser zu gehen und der Hauptzeremonie beizuwohnen. Nach dem Beten, taucht ein ranghoher Priester ein goldenes, zeremonielles Kreuz ins Wasser, heiligt es und löscht eine brennende Kerze im Wasser. Danach bespritz er die angesammelte Menschenmenge mit dem heiligen Wasser, in Erinnerung an die Taufe Christi.
Nach der Taufe starten alle Tabots, bis auf das Tabot der St. Michael‘s Kirche, ihren Weg zurück in die jeweilige Kirche. Die Kirchenältesten marschieren feierlich voran, begleitet von Gesang, Trommeln sowie Priestern und Gläubigen.
Am dritten Tag wird das Fest des Erzengels Michael, des berühmtesten Heiligen Äthiopiens, gefeiert. Erst an diesem Morgen wird sein Tabot wieder in seine Kirche gebracht, wieder begleitet von Festlichkeit, Gesängen, Tänzen der Priester und Menschen in Festkleidung.
Zum Timketfest ist es Tradition, dass man sich möglichst neu einkleidet und diese neue Festtagskleidung dann nur an besonderen Feiertagen getragen wird. ” ለጥምቀት ያልሆነ ቀሚስ ይበጣጠስ “
Nun endet die Dreitagesfeier, eine einzigartige Zeremonie der äthiopisch-orthodoxen Kirche, bei der man das Gefühl hat, auf einem Volksfest zu sein.
Die besten Orte dieses traditionelle, bunte und farbenprächtige Fest zu erleben sind Lalibela, Gondar oder Addis Ababa. Aber egal wo man es miterlebt, es wird ein einzigartiges und unvergessliches Ereignis sein. Desta Alemu

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Merry Ethiopian Christmas and a Happy New Gregorian Year 2019!


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Der Bundeskanzler Österreichs, Sebastian Kurz, traf die Regierungschefin, Präsidentin Sahle Work Zewde, in Addis Ababa!


Der österreichische Bundeskanzler und derzeitige EU-Ratspräsidentschaftsvorsitzende startete  am Donnerstag 6. Dezember seine dreitägige Ostafrika-Reise.

Der österreichische Bundeskanzler traf die Regierungschefin Präsidentin Sahle Work Zewde in Addis Ababa, wo derzeit Aufbruchsstimmung und viel Hoffnung herrscht!

Seit Aufnahme der diplomatischen Beziehungen zwischen Äthiopien und Österreich vor mehr als 100 Jahren war kein Bundeskanzler in Äthiopien und Kurz ist der erste Regierungschef, der das Land besucht. Entsprechend aufwendig war deshalb auch Empfang der Delegation, zu der auch einige Wirtschaftstreibende zählen. Bereits am Flughafen wurde Bundeskanzler Kurz von Außenminister Workneh Gebeyehu, später mit militärischen Ehren beim Präsidentenpalast von Premierminister Dr. Abiy empfangen. Entlang der gesamten Strecke vom Flughafen zum Regierungssitz wehten zudem sowohl zahlreiche österreichische als auch die äthiopische Fahnen, daneben Bilder von Kurz und Dr. Abiy. 

Desta Alemu aus Wien

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Ambassador Sahle Work Zewde ist Präsidentin Äthiopiens


Am 25. Oktober 2018 wurde die erfahrene Diplomatin Sahle-Work Zewde unter der EPRDF-Herrschaft, die 1991 begann, zur vierten Präsidentin des Landes ernannt. Mit dieser Ernennung wurde Zewde auch die zweite Frau in der modernen Geschichte des Landes, die als Staatsoberhaupt fungiert. Äthiopiens letzte weibliche Anführerin vor Zewde war Kaiserin Zewditu, die zwischen 1916 und 1930 das Land regiert hatte. 
Am selben Tag wurde in einer gemeinsamen Sitzung beider Häuser des äthiopischen Parlaments das Rücktrittsschreiben von Präsident Dr. Mulatu Teshome Wirtu angenommen. Der Rücktritt des hochgeachteten Präsidenten war für viele eine Überraschung, doch es wurde bald klar, dass dies ein weiterer sorgfältig geplanter Schritt des äthiopischen Reformministers Abiy Ahmed war. 
Präsidentin Sahle-Work Zewde hat eine erfolgreiche Laufbahn im öffentlichen Dienst seit Jahrzehnten. Ihre erste Entsendung im Dienste ihres Landes war 1989 nach Dakar in Senegal mit zusätzlicher Akkreditierung nach Mali, Kap Verde, Guinea-Bissau, Gambia und Guinea. 
Während dieser Zeit war Äthiopiens brutales militärisch-sozialistisches Regime immer noch an der Macht und der äthiopische Bürgerkrieg war auf seinem Höhepunkt. Als das Militärregime zwei Jahre später gestürzt wurde, wurden die meisten Minister und hochrangigen Beamten des öffentlichen Dienstes entweder gesäubert oder verhaftet. Die meisten äthiopischen Diplomaten dienten dem Land im Ausland. Sie beantragten politisches Asyl in den Ländern, in denen sie wohnten. In einer turbulenten Zeit entschied sich Sahle-Work Zewde, ihren Posten nicht zu verlassen und weiterhin dem neuen Regime zu dienen. Sie gewann schnell das Vertrauen der neuen Führung mit ihrer diplomatischen Kompetenz und schaffte es, in den Reihen des Auswärtigen Dienstes zu bleiben. 
Seitdem diente Sahle-Work Zewde Äthiopien als Botschafterin in vielen Ländern in Afrika und Europa. Schließlich arbeitete sie weiter für die internationale Gemeinschaft, insbesondere durch ihre Arbeit bei den Vereinten Nationen. Mit ihrer umfassenden Erfahrung in konfliktgefährdeten Ländern in Afrika hat Sahle-Work Zewde die Vereinten Nationen bei ihren Friedenskonsolidierungsbemühungen in der Zentralafrikanischen Republik unterstützt. 
Sahle-Work Zewdes letzte Rolle bei der UNO war jedoch wohl die wichtigste. Sie war die erste Frau, die von der internationalen Körperschaft als Sonderbeauftragte der Afrikanischen Union und Leiterin des Büros der Vereinten Nationen bei der Afrikanischen Union ernannt wurde, eine Rolle, die sie auf der Ebene des Untergeneralsekretärs innehatte. 
Sahle-Work Zewdes Ernennung zur neuen Präsidentin Äthiopiens erfolgte auf der Grundlage einer weiteren überraschenden, aber sehr begrüßenswerten Entwicklung. Am 16. Oktober gab Ministerpräsident Abiy Ahmed bekannt, dass er beschloss, 50 Prozent seines Kabinetts mit weiblichen Ministern zu besetzen. Dr. Abiys Entscheidung, ein geschlechtergerechtes Kabinett zu haben, wurde in Äthiopien und darüber hinaus begrüßt, aber es wurde teilweise durch die Tatsache getrübt, dass die Ernennung von Ministerinnen nicht immer auf Verdienste in Äthiopien beruhen. 
Diese Ernennung ist jedoch ohne Zweifel bedeutsam und bahnbrechend. Obwohl im parlamentarischen Äthiopien das Amt des Präsidenten sehr zeremoniell ist, respektieren die meisten Äthiopier den Präsidenten. Jeder, der in dieser Rolle tätig ist, hat die Möglichkeit, ein persönliches Vermächtnis zu schaffen und seine Spuren in der Geschichte des Landes zu hinterlassen. Darüber hinaus ist das Büro des Präsidenten eine Kanzel, die es dem Inhaber ermöglicht, direkten Zugang zum Premierminister des Landes zu haben und die Möglichkeit gibt, sich zu politischen Ereignissen zu äußern.  
Das Staatsoberhaupt leitet auch spezielle Parlamentssitzungen und hält Reden zu den Parlamentssitzungen, in denen es darlegt, was die Prioritäten der Regierung sein sollten.  
Dr. Desta Alemu aus Wien
 
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